Kinder lernen fröhliche Prinzessin kennen

KG „Narrhalla“: Kleine Fasnachter toben in bunten Kostümen und huldigen König Jokus

KETSCH. In der Rheinhalle war beim Kindermaskenball die Hölle los. „Wir hatten noch nie so viele Besucher wie heute“, erzählte Markus Luksch vom Organisationsteam: „500 Stühle reichten nicht aus – wir mussten zusätzlich noch eine gehörige Menge Tische und Stühle aufstellen.“

Das reichhaltige Kuchenbüfett war bis zur Halbzeit restlos ausverkauft. Kleine Cowboys, Prinzessinnen, Engel, Marienkäfer, Piraten und Schlümpfe hatten in Begleitung ihrer Eltern die Fasnachtsbastion eingenommen und tönten lautstark, wer bei dem närrischen Spektakel das Sagen hat.

Natalie Hollich und Sarah Tofahrn als Moderatorinnen übernahmen mit der Aktivengarde Verantwortung. Sie begeisterten die jungen Gäste mit allerlei Spielen, wie einem Luftballon-Regen, wobei die runden Dinger jubelnd zerstört wurden. Alleinunterhalter Ronny am Keyboard griff in die Tasten, und mit dem „Ententanz“, „Schnappi das Krokodil“ und „Wer hat Angst vor dem bösen Wolf?“ erreichte er nicht nur die kleinen Gäste.

Moderatorin Natalie bat danach um Aufmerksamkeit für die Juniorengarde mit ihrer sehenswerten Vorstellung. Musikant Ronny ließ Jim Knopfs Lokomotive tüchtig schnaufen, und als er noch das Lasso rausholte und das „Rote Pferd“ durch den Saal zu galoppieren schien, machten auch die Eltern der jungen Narrenschar mit.

Dann war Stimmungssänger Bernd Bürkle mit eigenen Kompositionen an der Reihe. Mit „Um 11.11 Uhr geht’s los“, dem „Narrhallino-Song“ und „Ich bin en Ketscher Bu“ erntete er viel Applaus und verdiente sich deshalb auch ein dreifaches „Ketsch Ahoi“.

Dann war sie endlich vom Backenbläserumzug in Plankstadt zurück, Prinzessin Janine I., die am Arm des Präsidenten Dirk Berger mit Gefolgschaft in den Saal einzog. Freundlich lächelnd grüßte sie ihre närrischen Untertanen. Unzählige Händchen streckten sich ihr entgegen, die kleinen Narren wollten einmal eine Prinzessin berühren, und von ihr angeführt schlängelte sich die Polonaise wie ein Lindwurm durch die Rheinhalle nach beliebten Fasnachtshits.

Die Begeisterung der Kleinen war kaum zu bremsen, ehe sie sich nach gut drei Stunden Programm etwas erschöpft, aber gut gelaunt, mit ihren Begleitern auf den Heimweg machten. gp

© Schwetzinger Zeitung, Mittwoch, 11.02.2015

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